Informationen für Fachbetriebe


Im Rahmen der Erdgasumstellung sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen. Hier erfahren Sie das Wichtigste zum Prozess und Ihrer Rolle dabei.

Hier finden Sie die wichtigsten Materialien zum Download

Mit Ihrer Hilfe zur erfolgreichen Umstellung auf H-Gas

Als Vertragsinstallateur oder Schornsteinfeger kommen Sie mit den Arbeiten der ErdgasUmstellung direkt in Berührung. So wenden sich Erdgasverbraucher beispielsweise bei Mängeln oder im Falle von nicht-anpassbaren Geräten an ein Vertragsinstallationsunternehmen (nachfolgend VIU). Auch kontaktieren sie Schornsteinfeger zum Beispiel zur Überprüfung der Schutzziele nach TRGI.

Sollten Sie in unserem Umstellgebiet tätig werden, bitten wir Sie stets den Status der Erdgasgeräte zu prüfen. Der Status ist durch Aufkleber am Erdgasgerät erkenntlich.

Außerdem bitten wir Sie bei Arbeiten, die mit der ErdgasUmstellung zu tun haben, immer die dafür notwenigen Unterlagen (Formulare, Fertigstellungsmeldung etc.) auszufüllen und an uns zurückzusenden. Dies erleichtert den weiteren Prozess. Nur mit Ihrer Unterstützung können wir eine reibungslose Umstellung auf H-Gas gewährleisten.

Alle notwendigen Informationen erhalten Sie schriftlich von uns oder können Sie untenstehend nachlesen. Sollten Sie darüber hinaus noch Fragen haben, können Sie uns gerne kontaktieren.

Wenn wir aufgrund von fehlendem Ersatzmaterial keine Anpassung des Erdgasgerätes vornehmen können, informieren wir den Kunden hierüber per Brief. Ausschließlich in diesem Fall können Sie im Auftrag des Kunden eine Anpassung des Gerätes auf H-Gas übernehmen. Füllen Sie dafür bitte den im Brief enthaltenen Rückmeldebogen (Formular 4) aus und stellen Sie dem Kunden einen Kostenvoranschlag für die anstehende H-Gas-Geräteanpassung aus. Diese sendet der Kunde zur Prüfung an uns zurück. Daraufhin übersenden wir ihm ein Antwortschreiben mit dem Formular zur Fertigstellungsmeldung. Bitte füllen Sie diese nach der Anpassung auf H-Gas aus und bitten Sie Ihren Kunden uns diese zusammen mit der beglichenen Rechnung zu übermitteln. Die ErdgasUmstellung überweist dem Kunden im Anschluss den in unserem Antwortschreiben zugesagten Betrag. Hier finden Sie nochmal einen Überblick über die einzelnen Schritte.

Je nach Gerätetyp und abhängig von den Herstellervorgaben können sich die Arbeiten unterscheiden.

Möglich sind folgende Arbeiten:

  • Wechsel der Brennerdüse(n)
  • Einstellung des Düsendrucks
  • Funktionskontrolle der Anlage
  • Fotografieren von Gerät und technischen Komponenten (Typenschild, Gasregelblock, Düsenstock)
  • Durchführung von Abgasmessungen in Voll- und Teillast zur Prüfung der Mess- und Grenzwerte
  • Erstellung einer Mängelkarte, sofern sicherheitstechnische Mängel festgestellt wurden

Wichtig: Die ErdgasUmstellung behebt keine Mängel, dies ist allein Aufgabe der VIU.

Abgasmessungen erfolgen nicht nur unter Volllast über die Schornsteinfegertaste, sondern wegen der besonderen Anforderungen der Erdgasumstellung und abhängig vom Erdgasgerät auch in Teillast bzw. mehrstufig. Ausschlag gebend hierfür ist die jeweilige Herstellervorgabe und das technische Regelwerk G 680 (DVGW). Die Messwerte dienen als Basis für eine Mängelkarte.

  • Unsere Grenzwerte für CO im Abgas (ppm normiert) bei Erhebung:
    • 0 bis 199 ppm – kein Mangel
    • 200 bis 299 ppm – Wartungsempfehlung (ggf. Mängelkarte)
    • 300 bis 999 ppm – Mangel (Mängelkarte)
    • ab 1000 ppm – Mangel und Sperrung
  • Unsere Grenzwerte für CO im Abgas (ppm normiert) bei Anpassung:
    • 0 bis 299 ppm – kein Mangel
    • 300 bis 499 ppm – Wartungsempfehlung (ggf. Mängelkarte)
    • 500 bis 999 ppm – Mangel (Mängelkarte)
    • ab 1000 ppm – Mangel und Sperrung

Ja, denn abhängig vom Erdgasgerät erfolgt die Anpassung auf H-Gas mehrere Wochen vor oder nach der Schaltung auf H-Gas im Erdgasnetz. Auch können bestimmte, nicht angepasste Geräte mehrere Wochen mit H-Gas betrieben werden. Die Terminplanung für eine zeitnahe Anpassung der Erdgasgeräte übernimmt die ErdgasUmstellung.

Wird nach der Erhebungsphase an einem (neuen) Erdgasanschluss ein nicht erhobenes Erdgasgerät installiert oder ein bereits erhobenes Erdgasgerät ausgetauscht, informieren Sie uns und füllen Sie das Formular zum Gerätetausch aus. Andernfalls können wir ggf. das Gerät nicht rechtzeitig zur H-Gas-Schaltung anpassen, was zu einer Sperrung des Gerätes oder Hausanschlusses führt. Ob wir ein Erdgasgerät erhoben haben, zeigt der gelbe Aufkleber am Gerät. Zur Inbetriebnahme eines Neugerätes haben Sie zwingend die H-Gas Düse vorzuhalten oder am Gerät zu hinterlassen.

Unsere Techniker dokumentieren den Status der Erdgasgeräte mithilfe von Aufklebern. So wissen Sie genau welche Arbeiten bereits vorgenommen wurden. Welche Aufkleber es gibt und was Sie bedeuten, sehen Sie hier.

Ja, mit der Anpassung des Gasgerätes wird ein grüner Aufkleber „Gasgerät angepasst auf Erdgas Gruppe H“ am Gehäuse des Gerätes und ein silberner Aufkleber „Anpassung auf H-Gas durch die ErdgasUmstellung“ neben dem Typenschild angebracht.

Sollten Sie ein Erdgasgerät vorfinden, das unter L-Gas nicht optimal eingestellt ist, kann dies daran liegen, dass bereits eine Anpassung des Gerätes auf H-Gas vorgenommen wurde. Einige Geräte passen wir bereits mehrere Monate vor dem jeweiligen Schalttermin an. In diesem Fall ist das Gerät zwingend in den H-Gas Einstellungen zu belassen. Sollte unter besonderen Umständen der Rückbau auf L-Gas dennoch erforderlich sein, informieren Sie zwingend die ErdgasUmstellung. Ein nicht auf H-Gas angepasstes Gerät kann zum Umstelltermin eine Gefahrensituation darstellen. Die Verantwortung hierzu obliegt dem Fachmann, der zuletzt Arbeiten am Gerät ausgeführt hat. Achten Sie immer auf die korrekten Düsen und die entsprechenden Einstellungen am Gerät. Informieren Sie sich über die betroffenen Regionen und die jeweiligen Schalttermine mithilfe unserer interaktiven Karte.

Die ErdgasUmstellung führt lediglich die Arbeiten im Rahmen der Erdgasumstellung durch. Die Aufgaben sind im § 19a des Energiewirtschaftsgesetzes festgelegt. Die ErdgasUmstellung …

  • … führt keine Wartung an Erdgasgeräten durch.
  • … tauscht keine Erdgasgeräte aus.
  • … beseitigt keine Mängel an Erdgasgeräten.
  • … führt keine Aufträge von Privatkunden durch.

Diese Aufgaben verbleiben vollständig bei den Vertragsinstallationsunternehmen und Schornsteinfegern.

Sollten wir im Rahmen der Erhebung einen Mangel an einem Erdgasgerät feststellen, stellen wir dem Betreiber der Erdgasanlage eine Mängelkarte aus. Er muss den angezeigten Mangel schnellstmöglich auf eigene Kosten durch ein VIU beheben lassen – einen sicherheitsrelevanten Mangel sofort. Bitte unterstützen Sie Ihre Kunden im Falle eines Mangels und bestätigen Sie die Behebung auf der jeweiligen Mängelkarte. Füllen Sie anschließend bitte die Mängelkarte aus und senden diese an uns zurück.

Liegt ein sicherheitstechnischer Mangel an der Kundenanlage oder dem Erdgasgerät vor, stellen wir dem Kunden eine Mängelkarte und eine Sperrkarte aus, sperren ggf. die Anlage oder das Gerät und brechen die Anpassung ab. Zur Beseitigung des Mangels werden Sie direkt vom Kunden beauftragt. Sollten Sie ein gesperrtes Gerät vorfinden, bei dem noch keine Anpassung auf H-Gas stattgefunden hat, informieren Sie sich zwingend über den geplanten Umstellungstermin bei der ErdgasUmstellung. Bei Wiederinbetriebnahme steht es Ihnen frei, die Anpassung auf H-Gas in eigener Verantwortung vorzunehmen oder die ErdgasUmstellung für einen Termin zur Anpassung zu kontaktieren. Eine Wiederinbetriebnahme darf nur mit der korrekten Einstellung auf L- oder H-Gas erfolgen. Informieren Sie uns zwingend über die Beseitigung des Mangels und die Wiederinbetriebnahme mit der beim Kunden vorliegenden Mängelkarte und der Fertigstellungsmeldung zur Anpassung (Rückseite der Sperrkarte).

Wird im Rahmen des Technikerbesuchs Gasgeruch festgestellt findet eine Sperrung des Hausanschlusses am Zähler oder der HAE statt. Ab einem Grenzwert von 4.400 ppm (10% UEG) oder bei Gaseintritt von außen wird zusätzlich der Entstördienst kontaktiert.

Bei Sperrungen aufgrund von Gasgeruch wird die Gaszufuhr am Gaszähler oder der HAE unterbrochen und eine Sperrkarte mit Hilfe einer blauen Plombe angebracht. Zur Wiederinbetriebnahme ist eine Gebrauchfähigkeitsprüfung erforderlich. Berücksichtigen Sie im Rahmen der Wiederinbetriebnahme zwingend die Informationen auf der Sperrkarte zur Anpassung des Gasgerätes auf H-Gas und den jeweiligen Schalttermin.

Sollte Sie ein Kunde bezüglich einer Störung kontaktieren, die im Rahmen der Erdgasumstellung entstanden ist, verweisen Sie diesen bitte im ersten Schritt an die ErdgasUmstellung. Eine Störungsbeseitigung erfolgt kostenfrei durch die Techniker der ErdgasUmstellung.

Materialien zum Download

Wir aktualisieren laufend unseren Download-Bereich der Webseite. Schauen Sie gerne auch hier regelmäßig vorbei. Zusätzliche Informationen liefern Ihnen die FAQ und News auf unserer Webseite. Sollten Sie darüber hinaus noch Fragen haben melden Sie sich über das Kontaktformular oder unter:

Helpline (kostenfrei):
0800 4398 444
Mo.-Fr., 7-20 Uhr und
Sa., 8-16 Uhr

Meine Umstellung

Schritt für Schritt erklärt: Alle Infos zum Hintergrund, Ablauf und gesetzlichen Rahmen Ihrer Erdgasumstellung.

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